Krankheitsbilder einfach erklärt - PEDiP e. V.

Wachstums­störungen

Wachstumsstörungen beziehen sich auf abnormale Entwicklungen in der Körpergröße und -proportionen von Kindern und Jugendlichen.

Diese Störungen können durch verschiedene Faktoren verursacht werden, darunter genetische Einflüsse, hormonelle Ungleichgewichte, chronische Krankheiten oder Mangelernährung.

Es gibt verschiedene Arten von Wachstumsstörungen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind entscheidend, um mögliche langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden zu minimieren.

Die Behandlung kann je nach Ursache variieren und reicht von Hormontherapien bis hin zu Ernährungsanpassungen oder anderen medizinischen Interventionen. Es ist wichtig, regelmäßig ärztliche Kontrollen durchzuführen, um das Wachstum und die Entwicklung von Kindern zu überwachen.

Diese große Vielfalt der möglichen Erkrankungen als Ursache von Wachstumsstörungen und die Fälle von möglicherweise erforderlichen Untersuchungsmethoden zeigt schon, dass Wachstumsstörungen durch spezialisierte Ärzte beurteilt werden sollten, die Erfahrungen mit diesem Krankheitsbildern haben.

Die Kompetenz für diese Aufgaben haben nach ihrer Ausbildung Kinderärzte, die sich auf Hormon- und Wachstumsstörungen (Pädiatrische Endokrinologen) spezialisiert haben. Sie verfügen auch über die Kenntnisse bei der Behandlung von Wachstumsstörungen mit Hormonen, welche mit besonderer Sorgfalt teilweise über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden müssen.

Kleinwuchs

Kleinwuchs bedeutet, dass das Kind oder die erwachsene Person signifikant kleiner ist als der Durchschnitt für ihr Alter und Geschlecht (unter der 3. Perzentile oder < -1.9 Standardabweichungen).

Kleinwuchs kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, darunter genetische Veranlagung, hormonelle Störungen (wie Wachstumshormonmangel), chronische Krankheiten oder bestimmte genetische Syndrome.

Es gibt verschiedene Formen von Kleinwuchs, darunter den proportionierten Kleinwuchs, bei dem die Körperproportionen normal sind, und den disproportionalen Kleinwuchs, bei dem die Proportionen des Körpers nicht dem Durchschnitt entsprechen.

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine Kombination aus körperlicher Untersuchung, Wachstumskurven und gegebenenfalls weiteren Tests und Bildgebung. Die Behandlung hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab.

Kleinwuchs kann sowohl physische als auch psychische Auswirkungen auf die Betroffenen haben, weshalb eine umfassende Unterstützung und Beratung wichtig ist.

Informationen finden Sie auch beim: Bundesverband Kleinwüchsige Menschen und ihre Familien e.V.

Hochwuchs

Hochwuchs ist ein Zustand, bei dem ein Kind oder Erwachsener deutlich größer ist als der Durchschnitt für ihr Alter und Geschlecht. Hochwuchs kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, wobei die häufigste Ursache genetisch oder familiär sich darstellt.

Eine vorzeitige Pubertät kann ebenfalls zu einem vorübergehenden Hochwuchs beim Kind führen.

Genetische Syndrom sind selten erfassbar (z.B. Marfan Syndrom, Sotos Syndrom), ein Übermaß an Wachstumshormonen ist im Kindesalter eine Rarität (= Tumoren der Hypophyse).

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch körperliche Untersuchungen, Wachstumsdiagramme und Blutuntersuchungen zur Bestimmung der Hormonspiegel.

Auch ein Hochwuchs kann ähnlich dem Kleinwuchs sowohl physische als auch psychische Herausforderungen mit sich bringen, weshalb eine Beratung mit medizinischer und psychologischer Unterstützung für Betroffene teilweise wichtig ist.