Krankheitsbilder einfach erklärt - PEDiP e. V.

Einleitung

Wenn bei Ihrem Kind eine hormonelle Erkrankung oder Diabetes diagnostiziert wurde, entstehen oft viele Fragen: Was bedeutet das genau? Was kommt jetzt auf uns zu? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Auf dieser Seite finden Sie leicht verständliche Informationen zu häufigen Krankheitsbildern aus der pädiatrischen Endokrinologie und Diabetologie. Wir möchten Ihnen damit helfen, die Erkrankung Ihres Kindes besser zu verstehen und Ihnen Sicherheit im Alltag geben.

Was ist pädiatrische Endokrinologie?

Die pädiatrische Endokrinologie befasst sich mit hormonellen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Hormone sind Botenstoffe, die viele Körperfunktionen steuern – zum Beispiel Wachstum, Pubertät, Stoffwechsel oder die Schilddrüse.

Wenn die Hormonproduktion zu niedrig, zu hoch oder ganz ausgefallen ist, kann das die Entwicklung und das Wohlbefinden Ihres Kindes beeinträchtigen. Endokrinologische Erkrankungen sind meist gut behandelbar – je früher sie erkannt werden, desto besser.

Was ist pädiatrische Diabetologie?

Die pädiatrische Diabetologie beschäftigt sich mit Diabetes bei Kindern und Jugendlichen – vor allem dem Typ-1-Diabetes, der häufigsten Form im Kindesalter.

Dabei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, bei der die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse dauerhaft gestört ist. Kinder mit Typ-1-Diabetes benötigen täglich Insulin und lernen frühzeitig, mit der Erkrankung umzugehen. Dabei werden sie von spezialisierten Diabetesteams begleitet.

Häufige Krankheitsbilder

Diabetes mellitus

Diabetes mellitus bei Kindern und Jugendlichen ist eine ernste Stoffwechselerkrankung mit dauerhaft erhöhtem Blutzucker, die das tägliche Leben beeinflussen kann und ein lebenslanges Management erfordert. Typ 1 entsteht durch Autoimmun-bedingten Insulinmangel und ist bei Kindern am häufigsten, Typ 2 tritt zunehmend auch bei jungen Menschen mit Risikofaktoren wie Übergewicht auf.

Diabetes mellitus

Adipositas

Adipositas bezeichnet krankhaftes Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen, bei dem zu viel Körperfett vorliegt und gesundheitliche Risiken, z. B. für Stoffwechselprobleme oder Folgeerkrankungen, erhöht sind. Sie entsteht durch ein Zusammenspiel aus Ernährung, Bewegungsmangel und weiteren Faktoren und erfordert oft Unterstützung durch Lebensstil-Anpassungen und medizinische Betreuung.

Adipositas

Pubertätsstörungen

Wenn die Pubertät zu früh oder zu spät einsetzt, kann das hormonelle Ursachen haben. Eine zu frühe Pubertät kann psychosozial belastend sein, eine verspätete kann ein Hinweis auf zugrundeliegende Erkrankungen sein.

Pubertätsstörungen

Schilddrüsenerkrankungen

Die Schilddrüse beeinflusst viele Körperfunktionen – von der Energie bis zur Entwicklung. Sowohl eine Unter- als auch eine Überfunktion kann die Entwicklung eines Kindes beeinträchtigen. Häufig ist z. B. die Autoimmunerkrankung Hashimoto.

Schilddrüsen­erkrankungen

Schilddrüsenknoten

Schilddrüsenknoten sind kleine Gewebsveränderungen in der Schilddrüse, die bei Kindern meist gutartig sind, aber je nach Größe und Funktion untersucht und begleitet werden sollten. Sie können harmlos bleiben oder in seltenen Fällen Einfluss auf die Hormonproduktion haben und erfordern eine ärztliche Abklärung.

Schilddrüsen­knoten

Wachstumsstörungen

Kinder wachsen unterschiedlich schnell – aber bei deutlicher Abweichung von der Norm (zu klein oder zu groß) kann eine hormonelle Störung vorliegen. Ursachen können z. B. ein Wachstumshormonmangel oder genetische Syndrome sein.

Wachstums­störungen

Nebennieren­erkrankungen

Nebennierenerkrankungen umfassen Störungen, bei denen die kleinen Hormondrüsen oberhalb der Nieren zu viel oder zu wenig Hormone bilden – daraus können z. B. Überfunktionen wie Cushing- oder Conn-Syndrom oder Unterfunktionen wie Morbus Addison und angeborene Formen (Adrenogenitales Syndrom) entstehen. Diese beeinflussen wichtige Körperfunktionen wie Blutdruck, Stoffwechsel und Wachstum und erfordern frühe Diagnose und spezialisierte Betreuung.

Nebennieren­erkrankungen

Störungen des Kalziumhaushalts & Knochenerkrankungen

Manche Kinder haben Probleme mit der Mineralstoffregulation – etwa durch eine Nebenschilddrüsenfunktionsstörung oder Vitamin-D-Mangel. Dies kann sich z. B. in Knochenveränderungen oder Krampfanfällen äußern.

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Kinder- und Jugendgynäkologie – Überblick typischer Erkrankungen

Kinder- und jugendgynäkologische Fragestellungen betreffen Mädchen vom Neugeborenenalter bis ins junge Erwachsenenalter und unterscheiden sich deutlich von gynäkologischen Problemen Erwachsener. Viele Beschwerden sind altersabhängig, hormonell geprägt und erfordern eine einfühlsame, spezialisierte Abklärung. Die folgende Übersicht zeigt typische Erkrankungen und Beratungsanlässe in den jeweiligen Entwicklungsphasen.

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Verzögerte oder ausbleibende Pubertätsentwicklung beim Jungen (Virilisierungsstörung)

Wenn bei einem Jungen typische männliche Entwicklungszeichen ausbleiben oder sich deutlich verzögern, kann eine hormonelle oder genetische Ursache dahinterstecken. Häufig handelt es sich jedoch lediglich um eine harmlose, konstitutionelle Verzögerung der Pubertät.

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Vermehrte männliche Entwicklungszeichen beim Mädchen (Virilisierung)

Wenn bei einem Mädchen plötzlich vermehrte Körperbehaarung, starke Akne oder eine auffällig rasche körperliche Veränderung auftreten, kann eine hormonelle Ursache dahinterstecken. Häufig sind die Veränderungen gut behandelbar, sollten jedoch ärztlich abgeklärt werden, um seltene, aber wichtige Erkrankungen rechtzeitig zu erkennen.

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Skelettdysplasien

Skelettdysplasien sind genetisch bedingte Erkrankungen, die Wachstum, Form und Stabilität von Knochen und Knorpel beeinflussen und häufig mit disproportionalem Kleinwuchs einhergehen. Die Bandbreite reicht von milden Verlaufsformen bis zu komplexen, früh erkennbaren Erkrankungen mit Auswirkungen auf Wirbelsäule, Gelenke und Organfunktionen. Die folgende Übersicht stellt wichtige Formen und typische Merkmale dar.

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Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung. Bitte wenden Sie sich bei Fragen oder Unsicherheiten an Ihre Kinderärztin oder Ihren Kinderarzt oder an eine spezialisierte endokrinologische Praxis.